Wie wählt eine SIM-Karte einen Betreiber aus, mit dem sie sich verbinden soll?

Elegir operador

Eine Mono- oder Multi-Operator-SIM wählt einen Betreiber aus, über eine spezielle Komponente des Geräts, in das die SIM-Karte eingelegt wird, um eine Verbindung zum Internet herzustellen. Diese spezielle Komponente, ein so genanntes Modul, sorgt für die Kommunikation zwischen dem Gerät und dem Telefonnetz. Es gibt mehrere Hersteller, die gängigsten sind Quectel, Gemalto, Ublox, Telit, Sierra Wireless, SIMCOM, uzw.

Was ist ein gültiger Betreiber?

Als erstes muss das Kriterium festgelegt werden, nach dem ein Betreiber uns Abdeckung gibt oder nicht. Dieses Kriterium basiert einfach auf der Stärke seines Signals: Ist das Signal zu schwach (nicht gleich 0), wird es nicht als gültiger Betreiber betrachtet. In der internationalen Norm, in der die Betreiber aufgeführt sind, heißt es Folgendes:

Ein Betreiber gilt als akzeptabel, wenn seine Signalstärke über -85 dBm liegt, wenn es sich um ein GSM-Signal handelt, und über -95 dBm für alle anderen Signale.

Die dBm messen die Signalstärke, wobei 0 dBm (auch als Hörschwelle für Menschen) einem Bluetooth-Signal mit einer Reichweite von 1 Meter und -127,5 dBm einem GPS-Satellitenortungssignal entspricht.

Der erste ausgewählte Anbieter

Dann müssen Sie prüfen, ob die SIM-Karte roamt oder nicht. Wenn die SIM-Karte versucht, sich in Ihrem Land zu registrieren, wählt die SIM-Karte zuerst und ausschließlich den Betreiber, der ihr entspricht. In Deutschland zum Beispiel ist eine Vodafone-SIM nur mit Vodafone verbunden (offensichtlich). Wenn es kein Signal über -85dBm gibt, ist keine Abdeckung vorhanden.

Beim Roaming werden die Dinge jedoch komplizierter. Mal sehen, wie.

Zunächst erklären wir den einfachsten Teil: Die SIM-Karte speichert den letzten Betreiber, mit dem sie verbunden war, und wenn sie versucht, sich erneut mit dem Netz zu verbinden, wählt die SIM-Karte diesen Betreiber direkt aus. Wenn das Signal dieses Betreibers akzeptabel ist, ist die Aufgabe erledigt; unsere SIM-Karte ist mit dem Netz verbunden.

In diesem Fall ist es zu beachten, dass das Gerät nicht immer mit einem Betreiber der an diesem Standort die beste Netzabdeckung bietet, was jedoch den Vorteil hat, dass der Akku geschont und Zeit für die Verbindung des Geräts mit dem Netz gespart wird.

Neue Auswahl des Anbieters

Aber was passiert, wenn Sie zum ersten Mal versuchen, eine Verbindung herzustellen, oder wenn Sie eine neue Verbindung herstellen müssen, weil der letzte Netzbetrieber nicht funktioniert?

Die SIM-Karte geht eine Liste von Betreibern in der Reihenfolge ihrer Priorität durch und wählt den ersten Betreiber auf dieser Liste aus, der über ein ausreichendes Signal verfügt, um eine Verbindung zum Gerät herzustellen.

Aber wie wird diese Liste der zu überprüfenden Betreiber in der Reihenfolge ihrer Priorität erstellt?

Es gibt 3 sehr unterschiedliche Möglichkeiten. Der erste ist, dass die Reihenfolge vom Gerät selbst vorgegeben wird. In diesem Fall wurde die Liste der Betreiber vom Gerät erstellt und in der SIM-Karte registriert. Die Liste wird dann in dieser Reihenfolge durchgelesen.

Der zweite Fall ist, dass die Reihenfolge vom Betreiber vorgegeben wird, wie es bei den meisten großen Betreibern (Telefonica, Vodafone, Orange) der Fall ist, die bei der Auswahl des Betreibers während des Roamings eine Prioritätsreihenfolge vorgeben. So wählt beispielsweise eine Movistar-SIM in Frankreich zuerst Bouygues, unabhängig davon, ob ein Netz mit einem stärkeren Signal verfügbar ist. Wenn die Abdeckung durch Bouygues nicht ausreicht, wird zum nächsten Betreiber in der Liste gewechselt.
Diese Betreiber erteilen diesen Auftrag aus Kostengründen: Es ist für sie billiger, sich für den einen oder anderen Betreiber zu entscheiden (oder sie wollen einfach nicht, dass ihre Konkurrenten Einnahmen von ihren Kunden im Ausland haben).

“Non-steering” SIM-Karte

Andere Betreiber legen keine Priorität fest und überlassen der SIM-Karte die Möglichkeit, den Betreiber automatisch zu wählen. Dies ist die dritte Möglichkeit und die beweglichste.

Die Auswahl wird dann nach 2 Kriterien getroffen:

  • Auswahlmodus (im SIMCOM-Modul wird dies mit dem Befehl “AT+CNMP” durchgeführt).
  • Auswahlreihenfolge (Befehl “AT+CNAOP”).

Der Auswahlmodus kann “automatisch” sein, was bedeutet, dass kein bestimmter Modus ausgewählt wird. Umgekehrt kann eine bestimmte Technologie als Verbindungsmodus ausgewählt werden (z. B. nur LTE oder GSM und LTE gleichzeitig).

Die SIM wählt dann den Betreiber in einer bestimmten vorgegebenen Reihenfolge (Auswahlreihenfolge). Zum Beispiel kann man mit dem Befehl CNAOP den Betreiber in der Reihenfolge LTE>WCDMA>GSM>TDSCDMA>CDMA>CDMA>HDR suchen lassen.

Die SIM geht dann diese Reihenfolge durch und wählt den ersten möglichen Betreiber auf eine der folgenden Arten aus:

  • Einer nach dem Zufallsprinzip,
  • Derjenige mit dem stärksten Signal.

Wenn wir nicht auf den Auswahlmodus achten, können wir wieder das Paradoxon erleben, dass ein 2G-Signal zuerst ausgewählt wird, wenn ein 4G-Netz verfügbar ist.

Die Anwendung des Kriteriums der Signalstärke ist vielleicht nicht die beste Option, da die Signalstärke eines 2G-Signals immer stärker sein kann als die eines 4G-Signals; daher würden wir die Bandbreite des 4G-Signals nie ausnutzen.

Natürlich gibt es immer die Möglichkeit, einen Betreiber direkt mit dem Befehl AT+COPS auszuwählen. Auf diese Weise verwendet das Gerät nicht die oben beschriebenen Mechanismen.

Über admin 62 Artikel
Expert in IoT

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*